5. Wasseralm - Kärlinger Haus

Der Tag begann mit einem einfachen Frühstück und wir waren mal wieder die ersten die die Hütte verließen. Da schon seit Beginn der Planung die Chancen schlecht standen zum Ingolstädter Haus zu gelangen, entschieden wir uns am Kärlinger Haus vorbei runter nach St. Batholomä zu wandern.

In diesem Jahr war relativ spät nochmal Schnee gefallen. Dadurch lag im Steinernen Meer wo auch das Ingolstädter Haus auf über 2000m steht, immernoch Schnee. Unglücklich war jedoch, das wir die letzte Unterkunft bei Maria Alm schon gebucht hatten und der Weg aber gewissermaßen durch den Schnee in Richtung Süden abgeschnitten war. Den südlichen Kamm an einer niedrigen Stelle zu überqueren, hätte einen Umweg von mindestens drei Tagen gekostet und soviel Luft hatten wir nicht in unserer Planung.

Der Weg zum Kärlinger Haus war eigentlich gut zu laufen, wären da nicht einige Schneefelder gewesen, die uns Kopfzerbrechen bereiteten. Einerseits wegen der Haltbarkeit, andererseits waren sie so steil, dass man überhaupt Mühe hatte sich darauf zu halten. Tiefe Abgründe gab es hier zum Glück nicht, denn dann wären wir wohl umgekehrt. Während wir so über Stock und Stein stiefelten, zogen mehr und mehr Wolken auf. Erinnerungen an das Gewitter am Carl von Stahl Haus kamen auf, denn auch die Sicht verschlechterte sich von Minute zu Minute.

Just als wir am Wegweiser St. Batholomä 3 1/2 Stunden) und Kärlinger Haus (15min) standen, fing es anzuregen und Gewitter folgte zugleich. Wir folgten einem Pärchen was soeben aus St. Batholomä aufgestiegen und auf einer Tagestour unterwegs war. Wir waren nur noch 100m von der schützenden Hütte entfernt, da fing es richtig an zu schütten. Die Entscheidung die Nacht dort zu verbringen, bedeutete nochmals umplanen, war aber angesichts des Wetters wohl das Vernünftigste.

Wir hatten schon die nasse Kleidung in dem Trockenraum aufgehangen und die erste Mahlzeit vertilgt, da tauchten die drei vom gestrigen Abend auf. Sie waren mitten in den Regen geraten und einer von ihnen war sogar über ein Schneefeld abgerutscht. Zum Glück ist ihm nichts weiter passiert.

Den Nachmittag ließen wir einfach so verstreichen und genossen die Ruhe, denn für das Pfingstwochenende war die Hütte die 200 Schlafplätze hat komplett ausgebucht. Auf unser Konto gingen an jenem Tag 4,5 Stunden, 10km, 600m rauf und 400m runter. Die meiste Zeit haben wir dabei wohl an den Schneefelderm verbraucht.

Wolken stiegen auf

unwegsames Gelände 

Sicht wird weniger

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen